Fest zum Weltkindertag wird abgesagt!
www.mettmann-tv.de zeigt den
ersten Weltspieltag in Mettmann 28. Mai 2010
Beitrag: Mettmann-TV.de & Center.TV Düsseldorf
Spielraum Mettmann Neanderstraße | Partner: Grundschule Neanderstraße
Initiatorin: Nicola Hengst-Gohlke | Mit dabei die Freizeitwerkstatt Mettmann


Pressemeldung vom 9. September 2021

 

Bei einem Vorbereitungstreffen für das Kinderfest zum Weltkindertag haben die Vereine, Organisationen und Verbände des Stadtjugendrings, die diesen Tag seit vielen Jahren in Mettmann mitgestalten, beschlossen die Veranstaltung wie im Vorjahr abzusagen. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Allerdings besteht gegenwärtig noch zu viel Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Corona-Pandemie“, sagt Sven Spierling-Meine. Der Mitarbeiter in der städtischen Jugendförderung organisiert seit vielen Jahren für die Stadt den Weltkindertag im September.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass für die Veranstaltung keine absolute Abstandsordnung und Hygienesicherheit insbesondere für die Vielzahl der Bewegungs- und Kreativaktionen garantiert werden könnten.

Der Wunsch nach Normalität und freier Bewegung sei groß, allerdings durch die vielen Einschränkungen und der Corona-Gefahr leider nicht zu gewährleisten. „Wir waren uns einig, dass wir keine reine Informationsveranstaltung durchführen wollen. Deshalb haben wir beschlossen, den Weltkindertag abzusagen“, so Spierling-Meine.

Der Tag sollte unter dem Motto „Kinderrechte jetzt“ veranstaltet werden. Dieses Anliegen, so Spierling-Meine, dürfe allerdings nicht in Vergessenheit geraten. In der Pandemie sei deutlich geworden, dass die Grundrechte der Kinder und Jugendlichen auf gesellschaftliche Teilhabe kaum Beachtung fanden. Jugendeinrichtungen, Kitas und Schulen waren geschlossen – mit Folgen, so Spierling-Meine.

Laut COPSY-Studie, die von der Forschungsabteilung Child Public Health am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde, leidet fast jedes dritte Kind an psychischen Auffälligkeiten, die mit der Corona-Pandemie in Verbindung stehen. Diese und andere Studien würden belegen, dass die Pandemie folgenschwere Spuren bei Kindern und Jugendlichen hinterlassen und sich negativ auf ihrer persönlichen Entwicklung auswirken kann.

Erst vor kurzem sei erkannt worden, welchen Stellenwert die Aufrechterhaltung des Schulunterrichts und die Öffnung von Kitas in der Corona-Pandemie habe. Abgesehen von der Betreuung und Schulbildung benötigten Kinder und Jugendliche soziale Interaktion, Bewegung, kulturelle Entfaltungsmöglichkeiten und politische Bildung. Kinder und Jugendliche müssten viel mehr unterstützt und beteiligt werden und ein Ziel müsse es sein, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

   
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